Busverkehr

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Allgemeines

Da das Streckennetz der Bahn nur einen Bruchteil des Landes abdeckt, bieten sich Busse als unverzichtbare Ergänzung an: sie sind weit verbreitet und düsen für Spottpreise in die entlegensten Landesteile. Allerdings ist auf Fahrpläne häufig kein Verlaß. Marokkanische Busse halten auf Fingerzeig überall - sofern sie nicht schon voll besetzt sind. Zwei Gesellschaften teilen sich den Löwenanteil, CTM und SATAS. Daneben finden sich aber eine ganze Reihe kleinerer und kleinster Unternehmen, die oft preiswerter sind.

Online abrufbare Busfahrpläne findet Ihr unter http://www.maroc.net/station/timetables.html

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CTM

Deckt fast alle Landesteile ab und steuert sogar einige westeuropäische Länder an. Liegt preislich etwas über der Konkurrenz, bietet dafür aber auch mehr Annehmlichkeiten, etwa Klimaanlage. Einen Tag im voraus buchen! Die Gepäckaufgabe erfolgt eine Stunde vor Abfahrt, Fahrkarte und Gepäckabschnitt sind bis zum Zielort aufzubewahren. Da die CTM-Busse häufig schon bei Fahrtantritt ausgebucht sind, klappt nicht jeder Versuch, unterwegs zuzusteigen.

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SATAS

Verkehrt im Süden des Landes und setzt nur auf bestimmten Linien komfortable Busse ein. Formalitäten, Buchung, Gepäckregistrierung wie oben. Tag und Uhrzeit des Transports werden auf dem Fahrschein vermerkt.

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Rail-Route-Luxusbusse von Supratours

Eine Besonderheit im Verkehr mit bisher "bahnfreien" marokkanischen Städten sind auf die Abfahrtzeiten der Schnellzüge abgestimmte Lususbusse des ONCF-Reisebüros Supratours, die ihr Ziel besonders schnell erreichen sollen. Im Bus gelten die im Abfahrtsbahnhof erstandenen Fahrscheine.

Ziele sind Agadir und Essaouira ab Marrakesch, Tétouan ab Bahnhof Tnine Sid Lyamani und Nador ab Bahnhof Taourirt.

Darüber, ob und inwieweit InterRail-Tickets anerkannt werden, liegen uns noch keine Informationen vor. Wer hatīs ausprobiert?

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Sonstige Busunternehmen

Alle übrigen konkurrierenden Busgesellschaften können in Sachen Reisekomfort nicht mithalten, sind dafür aber billiger. Was man in Kauf nimmt: eine mittlere Reisegeschwindigkeit von 40-50 km/h, überfüllte Busse, häufiges Anhalten, lange Wartezeiten und Muskelarbeit, da Gepäckstücke für Mitreisende aufs Busdach gewuchtet und herunterbefördert werden müssen. Nicht von sogenannten Nord-Süd-Schnellbussen ins Bockshorn jagen lassen: die vertrödeln ebensoviel Zeit wie alle anderen.

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Wichtig

In manchen Städten tut man gut daran, lange vor der Abfahrtszeit des Busses zur Stelle zu sein. Diese füllen sich nämlich in Windeseile. Wegen Kopffreiheit einen Sitzplatz weit vorne aussuchen, da die klapprige Hinterradaufhängung unweigerlich zu sportlichen Hopsern führt. Und als Hitzeschutz einfach die frühen Morgenbusse wählen. Kofferträger verlangen üblicherweise 10 Dh pro Gepäckstück - nicht mehr und nicht weniger. Wer seinen Obolus verweigert, muß sich au endlose Palaver gefaßt machen. Die Berechnung der Gepäckgebühr erfolgt nach Gewicht, bei mehr als 10 km pro Person droht ein Aufpreis.

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