Sehenswertes in Sofia
>> Rundgang: Man beginne an der schön bekuppelten, reich ausgemalten Kathedrale Sweta Nedelia (1856-63). An dieser Stelle pulsierte schon das Herz von Serdica (2. Jh.), das Kaiser Konstantin fast zur Hauptstadt seines Oströmischen Reiches ernannt hätte. Imagine, Byzanz läge dann in Bulgarien. Im Hof hinterm Sheraton-Hotel wirkt die Rotunde Sweti Georgi (4. Jh.) mit ihren römischen Fresken illuminati-mysteriös.
200m n, am blvd Maria Luisa, jenseits vom angesnobbten Kaufhaus TsUM (10-21h), ist Sofias letzte Moschee im Einsatz: Banja-Bashi (1576. 0,50 €). Im prächtigen Mineralbad (1911) dahinter hatten schon die Römer ihre heiße Freude; nach Abschluss der Restaurierung wird dies wohl eine Top-Attraktion. Auf der anderen Boulevardseite machen die Halite-Markthallen (1909) auch Railer satt.
Den immensen Ploschtad Battenberg, lieblos als Auto-Parkmeile genutzt, krönt der Zarenpalast (1873), in dem man sich in Seelenruhe umschauen kann, weil er die vielseitige **Nationalgalerie (Di-So 10-18h. 3 € - schöne Eintrittskarte) und das mäßige Ethnographische Museum (Di-So 10-17h. 1,50 €) beherbergt.
Den meisten Staub wirbelt 100m w vom Palast das **Archäologische Museum (Di-So 10-18h. 5 €) auf; in der einstigen Großen Moschee (1496) wird den Thrakern viel Prominenz eingeräumt. Nach viel Frust mit seiner slawischen & osmanischen Vergangenheit baut Bulgarien gern dieses mysteriöse Volk, das den Balkan bis zur Ankunft der Römer 7000 Jahre lang beherrschte, in sein Nationalerbe und –gefühl ein. Viel Gold & Bronze, viele Ikonen, alles engl. erklärt.
Die wuchtige **Alexandr Newski-Kathedrale (1892-1912. 7-19h. frei) am Newskiplatz (500m ö) ist wohl das reizvollste orthodoxe Bauwerk auf dem Balkan, ihre Krypta (Di-Sa 10-17h. 2 €) hängt voller 1a-Ikonen. In ihrem Schatten ruht die Namenspatronin der Stadt: die ziegelrote Basilika Sweta Sofia (6. Jh. 7-19h. frei). Die Osmanen machten sie zur Moschee, bis beim Beben 1858 das herabstürzende Minarett die Söhne des Imams erschlug; daraufhin gab man den Moscheeplan auf.
Witoscha. Zwei Top-Sights (beide 9.30-17.30h. je 5 €) liegen 10 km s des Zentrums, am Fuße der 2290m hohen Witoschaberge. Die **Kirche von Bojana (Bojansko esero. zählt wegen ihrer Fresken von 1259 zum Welterbe. Das **Nationale Geschichtsmuseum (Witoshko Lale/Ringstraße) unternimmt Klimmzüge vom Thrakergold zum Millenium, und da in der Residenz von Ex-Diktator Schiwkow untergebracht, lernt man auch viel über Sofias sozialistische Zeiten. Die Anreise ist diffizil (Bus 64/107 bzw. 63/111, Minibus 21), Hostels helfen aber gern weiter.
++ Hin & weg: Vom Bhf Tsentralna (in Std) nach Warna ZRIC 7h (7), RP 9.55h, 10.40h, 13.25h, 21.10h, 23.13h (8-9). Belgrad & Budapest 11.55h, 21.20h (9/18). Bukarest 7.45h, 19.30h (10). Thessaloniki 7h, 17h, 22.40h (6-7). Istanbul 19.10h (13). Beide Busbhfe liegen sö vorm Bhf.
Ausflug: ***RILA-KLOSTER
120 km s von Sofia, 16 km ö vom Dorf Rila. Vor 1100 Jahren gegründet, ähnelt das berühmte Kloster einem (un)orthodoxen Comic im Freien. Die Anlage mit 1200 Fresken ist frei zugänglich (6-22h), in der Hauptkirche finden tgl. Gottesdienste statt, das Museum (8.30-16.30h. 3 €) erklärt sich (landesunüblich) auch in Englisch, die Berge hinter Rila sind wie geschaffen für Wanderungen.
Wegen komplizierter Anreise von Sofia (Zug bis Dupnitsa/2 Std, dort Minibusse zum Kloster/1 Std) bucht man Rila besser als Tagestour über ein Hostel (15-20 €).






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