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An der Nahtstelle zwischen Ost- und Westeuropa hat die Geschichte in den letzten 1000 Jahren in Polen viel Unheil angerichtet. Der Ritterorden wütete im Land, die Mongolen und Schweden, Preußen und Napoleon, Nazis und Sowjets. Jeder deutsche Besucher sollte sich bewusst sein, dass die schlimmsten Greuel im Namen seines Volkes verübt wurden, jedem Rucksackreisenden stehen einige Brocken Polnisch also gut zu Gesicht. |
Dank an Heiko Focken für den nachfolgenden Text und Foto. POLENAllgemein: Reservierungensind im EC, IC und Ex obligatorisch. In anderen Fernverkehrszügen ist die Reservierung nur in einigen Zügen (Hinweis "RF" im Kursbuch) möglich. Im Binnenverkehr werden reservierte Plätze im Zug nicht angezeigt. ZuschlägeMit internationalen Fahrausweisen hat man die Berechtigung zur Benutzung von Schnellzügen und der IR zwischen Dresden und Wroclaw. Die Zuschläge für Ex, IC und EC richten sich nach Zuggattung und Entfernung. Der "Berlin-Warszawa-Express", in welchem die EC zwischen diesen Städten aufgegangen ist, kostet einen vergleichsweise günstigen Pauschalpreis. Netzkarten werden gegen einen geringen Aufpreis in diesen Zügen anerkannt. Nachtzügefahren in nahezu alle Landesteile, selbst in kleinere Ortschaften. Tief im Hinterland wird der Schnellzug mitunter zum Bummelzug und hält auch an kleinsten Haltepunkten. Bei den langen Strecken quer durchs Land sind Nachtfahrten sehr zu empfehlen. Von längeren Nachtfahrten in Sitzwagen muss aufgrund der oft sehr vollen Züge und der häufigen Halte in den Nachtstunden jedoch abgeraten werden, wenngleich Liege- und Bettplätze nicht ganz billig sind. Man fühlt sich danach sonst selbst als geübter Railer wie gerädert. Ein Liegewagenplatz kostet im 6-er-Abteil 45 Zloty. Schlafwagenplätze sind ab 75 Zloty (3-er-Abteil) zu haben. Auslandsverbindungensind ziemlich dürftig. Oftmals verkehren nur eine Handvoll Züge über die Grenzen nach Deutschland, in die Tschechische und in die Slowakische Republik. Daneben bestehen Verbindungen in die Staaten der GUS und ins Baltikum, welches seit 1999 auch ohne Visum zu bereisen ist. FahrplanauskunftDas polnische Kursbuch "Sieciowy Rozklad Jazdy Pociagow" ist mit viel Glück auf großen Bahnhöfen erhältlich und kostet stolze 50 Zloty! Mit dem Europa-Kursbuch der Deutschen Bahn ist man jedoch auch meist ausreichend bedient. Die Internet-Auskunft basiert auf dem Informationssystem "Hafas" der Deutschen Bahn. Währung1 Zloty = 100 Groszy. EssenZu hohe Ansprüche sollte man an die polnische Küche nicht stellen... LebenshaltungskostenDie Kosten für Lebensmittel ("sklep") liegen ein wenig unter dem europäischen Durchschnitt. Importware kann jedoch recht teuer sein. Preiswert sind Dienstleistungen wie z.B. öffentliche Verkehrsmittel oder Friseurbesuche. EinreiseZur Einreise ist für die meisten Bürger Europas ein Reisepass erforderlich. Wer nur den Personalausweis hat, muss an der Grenze auf einen kulanten Grenzer hoffen, beim deutschen Bundesgrenzschutz ein Ersatzdokument kaufen oder umkehren. ÜbernachtungIm ganzen Land gibt es zahlreiche Jugendherbergen und Wanderheime. Diese sind zumeist recht spartanisch ausgestattet und z.T. nur in der Sommersaison geöffnet, dann jedoch oft überlaufen. Hotels sind vergleichsweise teuer und entsprechen mitunter nicht dem gewohnten Standard. Schöne OrteDer Unterschied zwischen Land und Stadt ist gewaltig: Hier eine Handvoll Gehöfte mit bröckelnden Mauern und winzigen Feldern drumherum, dort wunderschön herausgeputze Innenstädte. Absolutes Muss ist Krakow mit dem Wawel, die fast vollständig sanierte Innenstadt von Gdansk und die Innenstadt mit dem Marktplatz von Wroclaw/Breslau. Überall zahllose junge Leute in den Städten! Die Hauptstadt Warszawa/Warschau ist außerhalb des unmittelbaren Zentrums dagegen weniger reizvoll - viele Nachkriegsbauten und langweilige Umgebung. Als Geheimtip ist das mondäne Kurbad Sopot nahe Gdansk mit seiner Promenade und der Seebrücke zu nennen. |
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