Gesundheit
[Krankenversicherung] [Reiseapotheke] [Sonnenschutz] [Speisen und Getränke]
Gesundheitlich nicht auf der Höhe zu sein ist schlimm genug, dabei aber auch noch stundenlang mit hunderten Rucksacklern auf engstem Raum in einem heißen Zugabteil (oder gar auf dem zwischenmenschliche "Kontakte" fördernden - da viel zu engen und heillos mit Gepäckstücken zugestellten - Flur) eingepfercht zu sein, kann jede lustige Bahnreise schnell zum Horrortrip werden lassen.
Krankenversicherung
Um
wenigsten die finanziellen Risiken abzudecken, werden einem viele
Versicherungen angeboten, von denen eine ganze Reihe hinausgeworfenes
Geld sind! Unbedingt zu empfehlen ist lediglich der Abschluß einer
Auslandsreise-Krankenversicherung, zumal die für wenig Geld
zu haben ist (übrigens unabhängig davon, ob man nun
gesetzlich oder privat krankenversichert ist).
Zwar kann man von der gesetzlichen Krankenkasse auch einen Auslandskrankenschein (E 111) mitnehmen, aber im Fall der Fälle ist seine Anwendung
mit vielen Umständen verbunden. Außerdem wird ein Teil
der Kosten nur in jenen Ländern übernommen, mit denen
ein Sozialversicherungsabkommen besteht. An einer Selbstbeteiligung
kommt man als Patient meistens aber nicht vorbei. Die kann ganz
schön ins Geld gehen, weil sie von der gesetzlichen Krankenkasse
auch nachträglich nicht erstattet wird!
Bei einer privaten Reisekrankenversicherung (kostet nicht mehr
als 20 Euro und ist für alle Reisen innerhalb eines Jahres
gültig) muß man zwar zunächst alle Kosten vorstrecken,
bekommt aber den Betrag nach Einreichung der betreffenden Unterlagen
problemlos zurückerstattet.
Ins Reisegepäck eines InterRailers gehören deshalb unbedingt: eine Kopie der Police mit der Versicherungsnummer, Telefon- und Faxnummern der privaten Reise-Krankenversicherung. Wer zusätzlich den Auslandskrankenschein der gesetzlichen Krankenkasse einsteckt, muß die Behandlungskosten nicht vollständig aus der Reisekasse vorstrecken.
Reiseapotheke
Gegen den großen Mückenangriff können diverse Maßnahmen getroffen werden. Nicht fehlen sollte ein Anti-Mücken-Spray oder -Creme. Auch wenn das Zeug ziemlich stinkt, es ist die beste Vorsorge gegen die juckenden Stiche.
Nicht fehlen darf ein Mittel gegen Durchfall (für leichte Fälle Kohletabletten, für die hartnäckigen z.B. "Imodium-Akut").
Ein Desinfektionsmittel ist nicht nur bei leichten Verletzungen wichtig, sondern erleichtert auch so mancher Orts den Toilettengang.
Gegen schmerzhaften Sonnenbrand und Insektenstiche hilft eine kühlende Salbe (z.B. "Fenestilgel").
Ein paar Einmal-Handschuhe für die Erste Hilfe.
Ansonsten
sollte man noch ein paar Kopfschmerztabletten (senken auch
Fieber) und Pflaster/Mullbinden in verschiedenen Größen
einpacken. Menschen mit anfälligem Kreislauf denken an ein
Kreislaufmittel.
Alle weiteren Medikamente für ernsthaftere Erkrankungen kann
man sich problemlos auch vor Ort besorgen.
Sonnenschutz
Je
weiter südlich, desto wichtiger ist nicht erst im Ozonzeitalter:
dem Körper eine allmähliche Gewöhnung an die Sonne
gönnen. Das bedeutet für die ersten Tage: viel Schatten
oder Halbschatten, höchstens eine halbe Stunde intensive
Sonnenbestrahlung.
Und auch danach sind Hut, Sonnencreme und -brille nicht zu verachten.
Speisen und Getränke
Wenn
man nun rundum vorgesorgt und sich voll und ganz versichert auf
die Socken bzw. Gleise macht, steht und fällt alles mit der
individuellen Vorsorge: kein ungewaschenes Obst, kein Leitungswasser
(Montezumas Rache kann furchtbar sein!), sinnvoll bestückte
Reiseapotheke ...
Wissen wir doch alles schon längst, wird im Urlaub aber dennoch
häufig verdrängt: das muntere Bergbächlein in Apulien
plätscherte doch so unschuldig, ebenso das Leitungswasser
am Bahnhof in Hendaye, die Mücken der finnischen Seenplatte
werden schon ein Einsehen haben und die Strahlen der nordafrikanischen
Sonne brennen im frischen Küstenwind gar nicht so doll ...
Denkste!
Ebenso können Nahrungsmittel in südlichen Gefilden neben Gaumenfreuden auch viel Kummer bereiten. Sechs Maßregeln haben sich hier bewährt:
- Vorsicht mit Obst und Gemüse, das nicht selbst gewaschen oder geschält wurde. Auf Salat im Zweifelsfall ganz verzichten.
- Fleisch, Fisch, Meeresgetier und (je nach Gegend) Hühnereier sollten gekocht bzw. völlig durchgebraten sein.
- Offen angebotenes Speiseeis ist eine unverhüllte Kriegserklärung an den Magen.
- Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist unerläßlich - das heißt je nach Aktivitäten bis zu vier Liter täglich! Dieser Bedarf sollte aber möglichst aus original verschlossenen Behältern gedeckt werden. Zum Essen selbst gar nichts trinken. Dadurch bleibt die Magensäure unverdünnt und kann die Keime angreifen, bevor sie in den Darm weitergespült werden.
- Last but not least: auch in den Ferien braucht jeder Körper ordentlich Vitamine.
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