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Frankreich

Französische Eisenbahn (SNCF)

Zugfahrkarten in Frankreich kaufen

[Auskunft & Reservierung] [Privatbahnen] [Gepäck & Service] [Zuggattungen] [Kursbücher und Fahrpläne] [Zuschläge] [Einchecken] [Reisen in Europa]

Auskunft & Reservierung

SNCF-Verkaufsbüros im Ausland:

  • SNCF-Verkaufsbüro in Deutschland:
    RAIL EUROPE DEUTSCHLAND
    Bahnhofsvorplatz 1
    D-50667 Köln
    T. 0180/521 82 38
    Fax 0221/ 9139 3120


  • SNCF-Verkaufsbüro in der Schweiz:
    RAIL EUROPE SUISSE
    Rue de Lausanne 11-15 / Case postale 2034
    1211 Genève 1
    Tel. 08 40 84 48 42(CHF 0,08 /min)
    Fax: 022 741 23 61

SNCF-Verkaufsbüros in Frankreich:

In Frankreich wendet man sich entweder an den Fahrkartenschalter oder -automaten im nächstgelegenen Bahnhof, an eine "Boutique SNCF" oder an ein autorisiertes Reisebüro (agence de voyages agrée).

Reservieren: wie funktioniert´s?

Besonders wichtig für lange Strecken, Raucher ("fumeur") und Rauchallergiker ("non fumeur"): entsprechende Abteile gibt´s sowohl im Abteilwagen (à compartiment) als auch im Großraumwagen (à couloir central). Was nicht geht: im voraus festzulegen, daß man nur in Fahrtrichtung unterwegs ist.
Reservieren kann man an mindestens einem Bahnschalter in jedem Bahnhof, in den Boutiques SNCF oder im Reisebüro. Wichtig, wenn man zu mehreren fährt und unterwegs beisammen bleiben möchte: rechtzeitig reservieren!
Reservieren ist Pflicht im TGV und für ganz bestimmte Serviceangebote an Bord (service JVS, Familienabteil). Im TGV kann man 60 Tage vorher oder erst wenige Minuten vor Abfahrt des Zuges reservieren. Für alle anderen Züge (Fernverkehr und TER) gilt: Sitzplätze können frühestens 60 Tage im voraus gebucht werden, müssen dies aber spätestens 12 Std. vor der Abfahrt am selben Tag nach 17h bzw. bis 20 h bei der gewünschten Abfahrt am folgenden Tag.

TGV ausgebucht ... wie kommt man trotzdem mit?

Das Zauberwort heißt surréservation, und die Sache funktioniert folgendermaßen: obwohl alle Sitzplätze (places assises) belegt sind, bietet der Computer eine gewisse Anzahl an Überbelegungsplätzen (places en surréservation) an, wobei man von Erfahrungswerten hinsichtlich der zwar gebuchten aber nicht in Anspruch genommenen Plätze ausgeht. Man erhält statt einer Sitzplatznummer nur einen Wagen zugewiesen, mit dem Vermerk "Place assise selon disponibilité". Das ist natürlich keine Garantie für einen Sitzplatz, denn manchmal fahren eben doch alle mit ... Wenn´s schiefgeht, hilft der Schaffner gerne weiter.

Sonstige Infoquellen zum Thema Bahnfahren in Frankreich:

  • Website der SNCF
    [www.sncf.fr] mit individueller online-Fahrplanauskunft und Infos (z.B. zu Fahrradmitnahme in den Zügen).

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Privatbahnen

Neben der mächtigen SNCF halten sich noch wacker Kleinbahnen wie CF de Provence mit der Strecke Digne – Nizza (Pinienzapfenzug) oder die CF de la Corse - und beide halten ihre Tarifautonomie heilig. Immerhin gewähren sie InterRailern 50% Ermäßigung.

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Gepäck & Service

Die SNCF hat sich einen umfassenden Service auf die Fahnen geschrieben ("la SNCF s´engage"). Beim leidigen Thema Gepäck sieht der folgendermaßen aus:

Bahnreisen ohne Rucksack- oder Kofferschleppen

Nur ein schöner Traum? Keineswegs, dank SERVICE BAGAGES 24H PORTE A PORTE: Reisegepäck wird vom Hotel am Abfahrtsort abgeholt und am Zielort wieder zum Hotel gebracht (domicile à domicile); auf Wunsch aber auch Transport von Bahnhof zu Bahnhof (gare à gare) oder vom Bahnhof zur Unterkunft (gare à domicile; jeweils innerhalb von 24 Stunden). Man wende sich an den entsprechenden Bahnschalter oder die autorisierte Verkaufsstelle. Das Angebot ist auf drei Gepäckstücke von max. 30 Kg pro Person beschränkt. Zu berappen sind 15 Euro für das erste und 10 Euro für jedes weitere Gepäckstück.

Gepäckwagen in den Bahnhöfen

An den Bahnsteigen und Haupteingängen der Bahnhöfe stehen kleine Gepäckwagen (chariots porte-bagages) für den viel zu schweren Rucksack bereit. Die Wägelchen funktionieren größtenteils nach dem Pfandsystem: nach dem Benutzen schiebt man sie wieder in ein beliebige Reihe ein und bekommt seine Geldmünze wieder zurück.

Kofferträger

Am Gleis bieten sich dienstbare Geister (bagagistes) zum Koffertragen an, zumindest an den größeren Pariser und Provinzbahnhöfen. Zu erkennen sind sie an ihrer roten Jacke und der dunklen Schirmmütze. Kostenpunkt: maximal 5 Euro für drei Gepäckstücke (und ein Trinkgeld, versteht sich!).

Gepäckaufbewahrung am Bahnhof (Consigne)

Besonders praktisch, wenn man irgendwo nur ein paar Stunden Aufenthalt hat und seine ganzen Habseligkeiten nicht mit sich herumschleppen möchte (lästig, weil dann immer jemand beim Gepäck bleiben muß!). Die Schalter für die Gepäckaufbewahrung (Consigne manuelle) schließen im allgemeinen um 20h. Pro Koffer und Tag werden ca. 7 Euro berechnet, 10 Euro fürs Fahrrad. Achtung: Wertsachen entweder idiotensicher verstecken oder rausnehmen!
Die Alternative: Schließfächer (armoires consignes automatiques), die aus Sicherheitsgründen aber auch schon mal gesperrt sein können (Bombenanschläge!). Ganz normale Schließfächer mit Schlüsselsystem kosten 7 Euro für 24 Std., elektronische Gepäckfächer je nach Volumen der Gepäckstücke zwischen 4 und 7 Euro 24 Std. Bei letzteren erhält man statt des Schlüssels ein Ticket, das man tunlichst nicht verschlampen sollte!

Wohin mit der "bagage" im Zug?

Na ins Gepäcknetz über dem Sitz natürlich! In den Corail-Züge und im TGV gibt´s zusätzlich Schließfächer an beiden Enden eines jeden Wagens. Da gehören die sperrigen Teile rein, sofern es sich nicht um Wertsache handelt. Die Beförderung des Gepäcks geschieht nämlich auf Verantworten des Reisenden. In manchen TGVs und in den Club-Abteilen des TGV Atlantique kann man seinen Rucksack auch unter den Sitzen oder zwischen den Rückenlehnen verstauen.
Und was passiert mit dem treuen Drahesel unterwegs? Dafür gibt´s im Corail und TGV spezielle Stauräume, und zwar wieder am Anfang und am Ende des Wagens. Die darf man aber nur benutzen, wenn sein Velo, nachdem man das Vorderrad abmontiert hat, in einer Art Schutzhülle untergebracht hat (gibt´s z.B. in französischen Sportgeschäften). Auf die Beschilderung in den Corail-Wagen achten.

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Zuggattungen

TGV [www.tgv-europe.de]

Die schnittigen TGVs bleiben eine Klasse für sich, erfordern aber auch Reservierung (noch kurz vor Abfahrt des Zuges möglich!) und Zuschlag. An Bord darf man sich schon mal ein wenig fühlen wie Gott in Frankreich: Mahlzeiten am Platz, Barwagen, Familienabteile usw. Le grand confort!

Der TGV-Sudest rast ab Paris-Gare de Lyon mit maximal 270 km/h bis Lyon, danach im »Normaltempo« weiter nach Montpellier bzw. Avignon, Marseille und Nizza. Jeweils vorne und hinten befindet sich ein Triebkopf (motrice) mit insgesamt 6450 kW, dazwischen acht Wagen (remorques) mit 350 Sitzplätzen. 385 t bringt ein solcher Zug leer auf die Waage, bei einer Länge von 200 m.

Der TGV-Atlantique düst ab Paris-Montparnasse sogar mit 300 km/h Höchstgeschwindigkeit bis Le Mans und in die Bretagne bzw. nach St. Pierre des Corps und weiter nach Bordeaux und Toulouse, Lourdes und Tarbes oder Biarritz und Hendaye. Wieder zwei Triebköpfe, diesmal mit 8800 kW, dazwischen zehn Wagen mit 485 Plätzen. Gewicht: 444 t, Länge: 237 m.

Der TGV-Est wird ab 2007 von Paris nach Strasburg und zurück verkehren.

Der TGV Réseau fährt auch abseits der beiden genannten Hochgeschwindigkeitsstrecken, wobei auch er 300 km/h schnell sein könnte, wenn es die Streckenverhältnisse zuließen. Acht Wagen bieten 377 Sitzplätze.

Dank TGV Duplex, einer 300 km/h schnellen Zweistromausführung mit über 500 Sitzplätzen in acht Wagen, hat das französische Hochgeschwindigkeitsnetz längst die Landesgrenzen überwunden: seine Protagonisten sind bereits in Genf, Lausanne, Amsterdam, Brüssel und Köln zu bewundern.

Thalys [www.thalys.com]

Vorne und hinten ein Triebkopf (motrice), dazwischen acht rote Reisewagen, fertig ist das europäische Reisewunder der SNCF zwischen Köln, Brüssel, Amsterdam und Paris! Einzelheiten für unsere Technikfreaks: 383 t schwer, 200 m lang, 300 km/h Höchstgeschwindigkeit, 8800 kW stark, 377 Sitzplätze.

"Le Shuttle"

Verkehrt von Paris über Lille nach England durch den Kanaltunnel und ermöglicht die Mitnahme des eigenen Pkw. Diese Art der kombinierten Fortbewegung heißt in Frankreich "la navette" oder eben "le Shuttle". Der Eurostar dagegen transportiert nur Passagiere.

Eurostar [www.eurostar.com]

Passagieren vorbehaltener Kanaltunnelzug zwischen Frankreich (Paris-Lille) und England (London), der eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h erreicht. Hastdusnichtgesehen taucht man auch schon wieder auf. Bis London geht´s zwangsläufig gemächlicher weiter, weil die Briten mit dem Streckenausbau nicht hinterherkommen.
Der Eurostar bietet in seinen 18 Wagen Platz für 766 Reisende, ist knapp 400 m lang, und seine beiden Triebköpfe liefern 12200 kW.

Sonstige Züge auf den "Grandes Lignes"

Fernschnellzüge heißen in Frankreich Train Rapide oder EuroCity, sind überwiegend mit klimatisierten voitures Corail ausgestattet - entweder in der Großraumversion mit Mittelgang oder mit Abteilen - und legen zwischen 160 und 200 km/h vor.

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Kursbücher und Fahrpläne

Kleine Fahrplanhefte, horaires, sind kostenlos in allen französischen Bahnhöfen zu haben. An das große Werk, ein Kursbuch für ganz Frankreich herauszugeben, wagt sich die SNCF hingegen nicht. Sie kleckert mit verschiedenen Teilbänden.

Kostenlos gibt´s das Timetable Eurail an den SNCF-Fahrkartenschaltern, das eine Übersicht aller großen Städteverbindungen liefert.

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Zuschläge (suppléments)

Richten sich nach der Belegung des Zuges, nach Reisetag und Abfahrtszeit. Einige Schnellzüge sind reservierungspflichtig, etwa die TGVs für 3 Euro, andere gar nicht zuschlagpflichtig. Nachträglich im Zug gelöste Fahrscheine oder Zuschläge schlagen erheblich mehr zu Buche als am Schalter. Zuschlag für Liegewagen 15 Euro, für Schlafwagen im Dreierabteil 40 Euro.

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Einchecken

Als InterRailer haben wir´s relativ einfach; zumindest um das Entwerten (composter) der Tickets brauchen wir uns nicht zu kümmern (alle anderen müssen aufpassen: ist das Ticket erst einmal entwertet, muß die Reise noch am selben Tag angetreten werden!).

Wer reserviert hat, ist natürlich auch auf einen ganz bestimmten Tag und Zug angewiesen.

Bevor man nun den Zug stürmt, sich kurz vergewissern, ob man wirklich alle Reiseunterlagen (InterRail-Ticket, Reservierung, Zuschläge) beisammen und griffbereit hat. Sobald man drin ist, kann man nämlich schon kontrolliert werden.

Wer im TGV reist, muß eine exakt für den nämlichen Tag und Zug ausgestellte Reservierung vorweisen können!

Im Zweifelsfall wendet man sich unaufgefordert an den Zugbegleiter.

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