Norwegen von A-Z
[Bier] [Essen] [Hytters] [Jedermannsrecht] [Jobben] [Kleidung] [Krankenversicherung] [Lappen] [Mitternachtssonne] [Reisekasse] [Scanrail] [Sitten & Gebräuche]
Bier
Trinkfeste Zeitgenossen sollten in Norwegen auf schwindelerregende Bierpreise gefasst sein. Die Halblitermaß gibt´s in Lokalen selten unter 6 Euro, in Supermärkten 3 Euro. Vom Bier abgesehen bekommt man Alkohol flaschenweise nur im staatlichen Schnapsladen „Vinmonopolet“. Discos und sonstige Vergnügen auch nie bescheiden. Im Teuren und Ganzen nimmt wohl Norwegen knapp die Spitze ein.
Essen
Kjöttkaker: Frikadellen. Farikal: Hammelragout mit Kohl. Rökalaks: Lachs mit Spinat oder Rührei. Rakörret: Lachsforelle. Dyrestek: Rentierbraten. Klippfisk: getrockneter Kabeljau. Zum Nachtisch Riskrem: Reis mit Sahne.
Hytters
Typisch norwegische Ferienhäuser mit Kochplatte, Kühlschrank und bis zu sechs Betten.
Jedermannsrecht
Das uralte, zu keiner Zeit schriftlich festgehaltene Allemannsrett regelt den Aufenthalt und die Fortbewegung in freier Natur. Auf unbebautem oder nicht umfriedetem Land abseits der Wohnorte darf man sich mit Rücksicht auf Natur und Tiere frei bewegen und auch zelten, sofern es nicht ausdrücklich verboten ist. Beeren und Pilze könnt Ihr überall in der freien Natur sammeln. Bei längerem Aufenthalt als zwei Tage sollte man aber den Grundeigentümer fragen. Bio-Abfall eingraben, andere Abfälle immer mitnehmen! Radfahrer aufgepasst: nicht abseits von Wegen fahren. Im Fjell ist die Pflanzendecke höchst empfindlich. Hier nicht graben oder etwas herausreißen. Zwischen 15.4. und 15.9. darf man kein offenes Feuer anzünden!
Jobben
Wem es so richtig gut gefallen hat im Staate Norwegen, der wird gerne wiederkommen wollen, eventuell sogar für länger. EU-Bürger dürfen sich mit gültigem Personalausweis oder Reisepass bis zu drei Monate im Land aufhalten, wer länger bleiben möchte, muss sich beim Einwohnermeldeamt anmelden.
Ferienjobs im Sommer sind wohl das am einfachsten Realisierbare. Für junge Leute zwischen Schule und Beruf bietet sich z.B. die Gelegenheit, auf norwegischen Bauernhöfen zu arbeiten und damit einen Blick in die bäuerliche Kultur zu werfen, die im kulturellen Selbstbild der Norweger eine große Rolle spielt.
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Kleidung
Warme, regenfeste Kleidung, im Norden auch Handschuhe, sind sogar im Sommer notwendig!
Krankenversicherung
Auch in Norwegen gilt das Anspruchs- bzw. Kostenübernahmeformular E 111 der eigenen deutschen Krankenkasse bzw. die neue europäische Krankenversicherungskarte. Dennoch empfiehlt sich der Abschluss einer Reisekrankenversicherung vor Beginn der Railtour (meist gar nicht teuer, z.B. bei der Sparkasse).
Lappen
(besser: Samen)
Minderheit im hohen Norden Norwegens, die bisweilen durch Autonomiebestrebungen von sich reden macht. Die rund 40.000 Samen in Norwegen sprechen eine der fünf westsamischen Sprachen, die mit dem Finnischen verwandt sind.
Mitternachtssonne
Jeder Augenzeuge gerät bei diesem Naturschauspiel in Verzück- und -wirrung. Die Sonne gleitet am Horizont entlang, streichelt die Fluten, geht wieder auf und läßt ihre Farben gen Osten verblassen. Polarkreis 5. Juni-9. Juli, Bodø 4. Juni-8. Juli, Narvik 25. Mai-18. Juli, Tromsø 20. Mai - 22. Juli, Nordkap 14. Mai - 30. Juli.
Reisekasse
Rezepte gegen die exorbitanten Lebenshaltungskosten? Fisch und Meeresgetier nur in Hafennähe kaufen. Kaffee und Tee in Cafeterien nachschenken lassen, da kostenlos. Wer beim reichen Frühstück (Frokost) zugreift, ist für den Tag versorgt. Gegen 16-18.30 h kommt das Abendessen (Middag!) auf den Tisch, danach bei Bedarf nur kleiner Imbiß. Eine andere Sparvariante für Railer: es gibt etliche Nachtzüge, die Übernachtungen überflüssig machen.
Scanrail
Der Bahnpass ermöglicht an fünf, acht oder zehn Tagen innerhalb zweier Monate oder beliebig oft innerhalb von 21 Tagen freie Bahnfahrt auf allen skandinavischen Staatsstrecken, auch in Finnland und Dänemark! Näheres im Länderinfo unter dem Menüpunkt Norwegische Staatsbahn / Scanrail oder unter www.scanrail.com.
Sitten & Gebräuche
Vor dem Betreten eines norwegischen Hauses sind die Schuhe auszuziehen. In Lokalen keine freien Plätze an teilweise besetzten Tischen einnehmen, sondern brav auf Platzzuweisung durch das Personal warten.
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