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Frankreich

Service in Frankreich

Informationen und Adressen

[Websites] [Französische Touristikbüros] [Einreisebestimmungen] [Zoll] [Feiertage und Schulferien] [Kulturinstitute] [Jugendbüros] [Botschaften und Regierungsbehörden] [Post] [Telefonieren] [Finanzen] [Langfinger, Schussel & Co.] [Krankheitsfall]


Websites

Französisches Fremdenverkehrsamt: www.franceguide.com

Professioneller Webserver, der löblicherweise auch an junge Frankreichtraveller denkt: Unter dem Menüpunkt Jugendtourismus liefert der Server eine Aufstellung mit teilweise verlinkten Veranstaltern, Verbänden und Organisationen für alle unter 26 Jahren, gegliedert nach den Themenbereichen: Verkehrsmittel, Regionen, Unterkunft, Feriendörfer, Hotels und Restaurants, Feriensprachkurse, Kultur (Freizeitparks und Museen) sowie Aktivferien. Zahlreiche E-mail-Kontakte erleichtern das Anfordern von Infomaterial.

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Französische Touristikbüros

Maison de la France ...

... in Deutschland

  • Zeppelinallee 37
    60325 Frankfurt
    0900 1 57 0025 (49 cts/Min.)
    [0900 1 59 90 61 (49 cts/Min.)]

... in Österreich

  • Lugeck 1-2/ Stg 1/ Top 7
    1010 Wien
    0900 - 2500 15 (max. 0,68 €/Min.)
    Fax 01 / 503 28 72 eMail: info.at@franceguide.com

... in der Schweiz

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Einreisebestimmungen

Frankreich ist Gründungsmitglied der EU; gültiger Reisepaß oder Personalausweis reichen daher für EU-Bürger ohne Rücksicht auf Dauer und Zweck des Aufenthaltes aus. Anders bei Nicht-EU-Bürgern: teilweise ist der Reisepaß, teilweise sogar ein Visum vorgeschrieben. Näheres erfährt man bei der Botschaft im Heimatland. Und alleinreisende Minderjährige müssen eine Ausreiseerlaubnis ihrer Eltern vorweisen können.

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Zoll

Wer als EU-Bürger innerhalb der Europäischen Gemeinschaft unterwegs ist, hat hinsichtlich seines persönlichen Bedarfs oder seiner Einkäufe in Frankreich nichts zu befürchten. Oder beabsichtigt jemand etwa, in Frankreich ein nagelneues Auto zu erstehen? Auch die Schwelle bei Zigaretten (800 Stück) und Alkohol (10 l Spirituosen, 90 l Wein) liegt unerreichbar hoch. Nur wer aus einem Drittland einreist (also von außerhalb der EU) hat bestimmte Deklarierungsvorschriften zu beachten. Was an der Grenze gar nicht gern gesehen ist: Betäubungsmittel (Drogen!), Nachbildungen/Fälschungen/Imitate (z.B. von Markenkleidung), Waffen, Pflanzen (womöglich unter Naturschutz stehende), Elfenbein usw. Und jene Glücklichen (oder Leichtsinnigen), bei denen über 50.000 F in der Tasche klimpern, egal ob bei der Ein- oder Ausreise, kommen nicht um eine déclaration am Zoll herum. Wer irgendwelche Zweifel hegt, erkundigt sich an der Grenze, in Paris unter der Telefonnummer des Zollamts ++33/1/40 24 65 10 oder per Minitel unter 3615 DOUANETEL.

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Feiertage und Schulferien

An zehn Feiertagen bleiben in Frankreich Banken, Verwaltung, Läden und die meisten Firmen geschlossen:

  • am 1. Januar (Neujahr)
  • am 1. Mai (Tag der Arbeit)
  • am 8. Mai (Jahrestag der deutschen Kapitulation)
  • an Christi Himmelfahrt im Mai
  • an Ostermontag (Karfreitag ist kein Feiertag!)
  • am 14. Juli (Nationalfeiertag)
  • am 15. August (Mariä Himmelfahrt)
  • am 1. November (Allerheiligen)
  • am 11. November l´Armistice (Waffenstillstand 1918)
  • und am 25. Dezember (Weihnachten; kein zweiter Weihnachtsfeiertag!).

Die französischen Schulferien (vacances scolaires) sind auch für uns von Bedeutung: dann herrscht am Strand nämlich Hochbetrieb, während sich umgekehrt in den meeresfernen großen Städten, vor allem in Paris, aber auch in Lyon z.B., eher Langeweile breitmacht. Wären nicht die Touristen, könnten die Bürgersteige vollends hochgeklappt werden!

Also: die besonders reiselustigen Franzosen fahren fünfmal im Jahr in Urlaub: im Februar, im Frühling, im Sommer, an Allerheiligen und zu Weihnachen. Dann ist in den touristischen Brennpunkten die Hölle los. zum Seitenanfang


Kulturinstitute

Institut Français
Ein Institut Français gibt´s in Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, Mainz, München, Rostock und Stuttgart.

Centre Culturel Francais
Gibt´s in Aachen, Bonn, Erlangen, Essen, Freiburg, Karlsruhe, Kiel und Tübingen.

Bureau Culturel Francais
Gibt´s in Heidelberg, Erfurt, Magdeburg und Hannover.

Überall werden Kurse und Einzelveranstaltungen angeboten.
Die übergeordnete Webadresse ist www.kultur-frankreich.de

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Jugendbüros

Centre d´Information et de Documentation Jeunesse/CIDJ: www.cidj.asso.fr/

Deutsch-Französisches Jugendwerk/Office franco-allemand de Jeunesse (DFJW/OFAJ): www.dfjw.org oder www.ofaj.org

Die regionalen Centres Information Jeunesse (CRIJ) findet Ihr auf der Website des französischen Jugendministeriums: www.jeunesse-sports.gouv.fr/francais/adresseij.htm.

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Botschaften und Regierungsbehörden

Französische Botschaft [www.botschaft-frankreich.de]:

  • Pariser Platz 5
    D-10117 Berlin
    Tel. 030 - 590 03 90 00

Konsulate unter anderem in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, München, Saarbrücken und Stuttgart.

Botschaften in Paris:

  • Deutschland [www.amb-allemagne.fr]:
    IIX/13-15 Av. Franklin D. Roosevelt
    F-75008 Paris
    Tel. +33 (0)1.53.83.45.00
    Fax: +33 (0)1.43.59.74.18
    E-Mail: cid@amb-allemagne.fr
    Konsularabteilung in der 28, rue Marbeau, 75116 Paris.
    Konsulate in Bordeaux, Lyon, Marseille und Straßburg. Honorarkonsuln in über 20 Städten.
  • Österreich:
    VII/6 rue Fabert
    Tel: +33 (0)1 40 63 30 63
    Fax: +33 (0)1 45 55 63 65
    E-Mail: paris-ob@bmaa.gv.at
    Konsulat in der 17 Avenue de Villars, 75007 Paris
  • Schweiz:
    142 rue de Grenelle
    Tel. +33 (0)1 49 55 67 00
    Fax + 33 (0)1 45 51 34 77
    E-Mail: par.vertretung@eda.admin.ch
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Post - La Poste

Schalterstunden

Französische Postämter öffnen in der Regel Mo-Fr 8-19 h, Sa 8-12h. Die Postschalter der großen Bahnhöfe bleiben oft länger geöffnet. Die glorreiche Ausnahme von all diesen Zeiten: in Paris, rue du Louvre 52, Métro: Louvre/Sentier, bleiben die Schalter an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr geöffnet (gibt´s sonst nirgendwo in Europa!). Deshalb hat sich hier auch eine Art inoffizieller, zentraler Treffpunkt für Traveller aus der ganzen Welt herausgebildet. Die Schalterbeamten wissen jedenfalls von mancher Anekdote zu berichten. Die berühmte Pariser Filiale fehlt in keinem Reiseführer und auch nicht auf unserer Website! T. ++33 (0)1 40 28 20 00.

Briefmarken & Porto

Briefmarken (timbres) gibt´s - logisch! - in jedem Postamt (bureau de poste), aber auch am Kiosk (tabac).
Eine Postkarte ins Ausland ist mit 49 Cent zu frankieren, ein Standardbrief unter 20 g desgleichen, egal ob innerhalb Frankreichs oder ins europäische Ausland.

Briefkästen (boîtes aux lettres)

... sind in Frankreich an ihrer gelben Farbe zu erkennen. Auf jedem Briefkasten ist die nächste Leerung vermerkt, ganz wie es sich gehört (L´heure des levées du courrier). Wer partout nicht weiß, wo er seine Post einwerfen soll: an jeder Postamtsfassade wird er fündig! Für die meisten von uns sicher ungewohnt: der Kunde muß teilweise nach Bestimmungsort vorsortieren.

Postlaufzeiten

Zustellung am darauffolgenden Tag beim Postverkehr innerhalb Frankreichs, sofern der Brief eine Stunde vor der letzten Leerung eingeliefert wird. Ausnahme: Frankierung zum günstigeren „Langsamtarif" (tarif lent). Von Frankreich ins Ausland: hängt vom Empfängerland, der Krawattenfarbe des Schalterbeamten und der guten Laune des Personals im Sortierzentrum ab; mit 1 bis 5 Tagen ist aber zu rechnen.

Postdienste

Was man auf französische Postämtern so alles tun oder auch lassen kann: Briefe (lettres) und Postkarten (cartes postales) einliefern, Pakete (colis) oder Telegramme (télégrammes) abschicken, Geld wechseln (faire du change), telefonieren (téléphoner), ein Fax an die Freundin loslassen (passer un fax), Briefmarken und Briefumschläge kaufen (acheter timbres et enveloppes), postlagernde Sendungen in Empfang nehmen (recevoir du courrier en poste restante) und natürlich Bares vom Postsparbuch abheben (retirer de l´argent de son compte).

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Telefonieren, Faxen und Minitel: wie funktioniert´s?

Telefonzellen (publiphones)

Die meisten französischen Telefonzellen sind inzwischen nur noch mit der Télécard zu benutzen (publiphone à cartes), erhältlich bei der Post, im Tabac um die Ecke und manchen Banken. Das ist insofern nicht tragisch, als die meisten Münzfernsprecher ohnehin ständig defekt waren.
Kartentelefone im TGV, im Thalys und im Eurostar funktionieren leider nur mit Kreditkarte (VISA und MASTERCARD / EUROCARD).
Öffentliche Apparate in Postämtern oder Bistros begnügen sich allerdings noch mit Münzen (viel Kleingeld bereithalten!) oder jetons.

Telefonate vom Hotelzimmer

Bevor man diese bequeme Art des Telefonierens nutzt, sollte man sich an der Rezeption tunlichst nach dem Preis pro Einheit erkundigen: das Hotel ist nämlich berechtigt, einen saftigen Aufschlag (surtaxe) zu berechnen. Vor allem bei Auslandsgesprächen kann´s böse Überraschungen geben!

Telefonate vom Ausland nach Frankreich

Nach der 00 die Länderkennzahl für Frankreich 33 und die neunstellige Rufnummer des Fernsprechteilnehmers wählen (ohne die erste 0 vor französischen Telefonnummern).

Telefonate von Frankreich nach Hause

Automatische Durchwahl nach Deutschland 00 49, nach Österreich 00 43 und in die Schweiz 00 41, dann die Vorwahl ohne die erste Null und die Teilnehmernummer (auch von Korsika).

Telefonate innerhalb Frankreichs

Alle 10 Nummer des Teilnehmers wählen. Das gilt auch für Verbindungen mit Mobiltelefonen. Frankreich verzichtet auf Ortsvorwahlen, jede Rufnummer besteht also aus zehn Ziffern, von denen die ersten beiden aber Rückschlüsse auf die Region zulassen. Für Gespräche in die Hauptstadt oder in die Region Paris ist die Kennzahl 1 zu wählen.

Notrufnummern

Ambulanz 15, Polizei 17, Feuerwehr 18, internationaler Notruf 112, Auskunft 12. Von Telefonzellen aus gratis.

Minitel, c´est quoi?

Minitel nannte sich in Frankreich ein Terminal, das Zugriff auf etliche Datenbanken ermöglichte und damit eine wahre Fundgrube für Informationen darstellte! Gewählt wurde an einem mit dem Telefonnetz verbundenen Bildschirm. Inzwischen ist das französische Sondermodell der Textnachrichtenübermittlung ausgestorben. Dem Internet sei Dank.

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Finanzen

Banken

Öffnen Mo-Fr von 10-17 h (Großraum Paris) bzw. Di-Sa in der Provinz, wo die Schalter zwischen 13 und 15 h schließen. Manchmal hat man auch in Paris Samstag vormittags Glück. Aufpassen vor Feiertagen: dann schließen die Filialen am Vortag zur Einstimmung häufig früher!

Geldwechsel

Für EU-Europäer uninteressant, da Frankreich ein Euro-Land ist.
Für alle anderen gilt: Französische Banken nehmen nur dann ausländische Währungen und Schecks an, wenn´s draußen eigens vermerkt ist. Ein kurzer Vergleich lohnt, denn jede Bank bestimmt ihre Gebühr (commission) beim Geldwechsel selbst, während die Kurse (taux de change) festgelegt sind. Crédit Agricole geht dabei meist am gastfreundlichsten vor.
Gewechselt wird auch auf Postämtern (bureaux de poste) und in Wechselstuben (bureaux de change): in großen Geschäften, auf großen Bahnhöfen - hier bleiben sie teilweise bis 23h geöffnet - und Flughäfen sowie an touristischen Brennpunkten.

Zahlungsmittel

Internationale Kreditkarten werden in vielen Läden, Hotels und Restaurants akzeptiert, können aber auch abblitzen. Einzelhändler geben bei dieser Zahlungsart häufig eine Mindestsumme von 20 Euro für den Einkauf an. Gerade in Paris spucken aber auch Wechselautomaten Tag und Nacht Bares aus.

Wer seine Kreditkarte verliert, muß diese so schnell wie möglich sperren lassen (frz. "faire opposition"). Dazu wählt man die Nummer der zentralen Sperrannahme zu Hause oder in Frankreich, je nach Kartentyp:

Reiseschecks, die auf Euro oder eine andere Währung lauten, können in Banken, Wechselstuben und in ausgewählten Postämtern versilbert werden. Vorteil: sie sind gegen Verlust und Diebstahl versichert. Mit Euroschecks und EC-Karte bereiten nur wenige Annahmestellen Kummer.

Fazit

Frankreich ist kein billiges Reiseland, die Kaufkraft unserer Reisegroschen ist kaum größer als in der Schweiz. Grundbedürfnisse wie die nach Brot (das gute weiße!), nach genialen Croissants in allen Varianten, nach Käse, Rotwein oder Zigaretten sind aber günstig zu befriedigen.

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Langfinger, Schussel & Co.

Verloren oder gestohlen, was nun?

Bei Identitätspapieren, also Reisepaß oder Personalausweis, ist Anzeige in der nächstgelegenen Polizeidienststelle (commissariat de police) zu erstatten. Dort bekommt man eine Bescheinigung ausgehändigt (récépissé), mit der alle weiteren Schritte unternommen werden können. Gegebenenfalls sollte man auch sein Konsulat benachrichtigen.
Bei verschlamperten persönlichen Gegenständen - die Wohnungsschlüssel, der berühmte Schirm usw. - wendet man sich ans zuständige Fundbüro (bureau des objets trouvés), in Paris: Préfecture de la Police, 36 rue des Morillons, 15 Arrondissement. T. ++33 (0) 1 55 76 20 00.
RATP, SNCF und Flughäfen verwalten ihre Fundsachen in Eigenregie.

Die französische Polizei, dein Freund und Helfer

Den Weg ins commissariat de police (geöffnet unter der Woche von 9-19 h; samstags, sonntags und an Feiertagen gibt es in jedem Viertel einen Dauerdienst) schlägt ein:

  • wer Anzeige erstatten möchte (depôt de plainte)
  • wer Opfer einer Straftat (victime d´une infraction) geworden ist
  • wer Zeuge einer Straftat geworden ist (témoigner d´une infraction)

Damit es erst gar nicht soweit kommt, sollte man sich zur eigenen Sicherheit an folgende Regeln halten:

  • so wenig Bargeld wie möglich mit sich herumschleppen
  • seine Zahlungsmittel auf mehrere Aufbewahrungsorte aufteilen
  • kleine Banknoten bevorzugen
  • auf Geheimhaltung der Kreditkartennummer achten
  • Kopien der Ausweispapiere mit sich führen
  • Wohnungsschlüssel nicht mit Namen und Adresse beschriften
  • sich die Adresse des vorübergehenden Aufenthalts aufschreiben
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Was tun im Krankheitsfall?

An wen kann ich mich wenden?

Entweder wendet man sich an einen niedergelassenen, praktischen Arzt (médecin généraliste), einen Facharzt (spécialiste) oder Zahnarzt (dentiste) oder gleich an ein Krankenhaus (hôpital), ein Gesundheitszentrum (centre de soins) bzw. eine Ambulanz (dispensaire). Manche Allgemein- und Notfallmediziner (médecins de garde) machen auch Hausbesuche und kommen z.B. ins Hotel. Jeden Tag helfen rund um die Uhr im Notdienst Ärzte und Apotheken (médecins und pharmacies de garde) weiter. Die Adressen erfährt man bei der Polizei (commissariat de police) oder unter den Notrufnummern 17 bzw. 18.

Was kostet mich der Spaß?

Es gibt Kassenärzte (médecins "conventionnés"), deren Tarife in Absprache mit der französischen Sozialversicherung (Sécurité Sociale) festgelegt sind. Ein Allgemeinmediziner (généraliste) verlangt im Prinzip 20 Euro für eine Konsultation. Daneben arbeiten Ärzte mit freien Honoraren (médecins "honoraires libres"), deren Rechnungen saftiger ausfallen (viele davon in Paris). Sich daher eingehend erkundigen, bevor man einen Termin ausmacht! Achtung: für Hausbesuche (visites à domicile), nächtliche Konsultationen (interventions de nuit), sonntägliche oder solche an Feiertagen wird stets ein Aufschlag fällig!

Wie komme ich an notwendige Medikamente?

Medikamente gibt´s von französischen Ärzten nur auf Rezept (ordonnance). Dessen Vorlage wird in der Apotheke (pharmacie) verlangt. Bestimmte Medikamente werden auch rezeptfrei ausgegeben (sans ordonnance); die Kosten werden aber nicht erstattet. Jeder Apotheker findet sich gerne zu einer Beratung bereit.

Wie mache ich mich verständlich?

Klar, daß nicht jeder französische Arzt fließend Deutsch spricht... Andererseits wird man mit ein paar Brocken Englisch immer über die Runden kommen: medizinische Fachausdrücke ähneln sich in beiden Sprachen sehr. Vielleicht hat man ja auch den lateinischen Ausdruck parat. Das erleichtert die Verständigung dann noch mehr.

Nummern für den Notfall

  • SAMU (ärztlicher Notdienst, Unfallrettung): T. 15
  • Polizei-Notruf (Police Secours): T. 17
  • Feuerwehr (Pompiers): T. 18
  • Europäische Notrufnummer (appel d´urgence européen): T. 112
  • S.O.S. Médecins (Ärzte-Notdienst) in Paris: T. 33 (0) 1 47 07 77 77
    Landesweit: 08.20.33.24.24
  • S.O.S. Dentistes (Zahnärztlicher Notdienst in Paris): T. 33 (0) 1 43 36 36 00

Notrufnummer vergessen: was nun?

Wenn´s wirklich pressiert und das Gedächtnis versagt, wendet man sich an den nächstbesten, vertrauenerweckenden Franzosen: der kennt die Nummern auswendig! Umfragen haben ergeben, daß 85 % der Franzosen die Nummer der Feuerwehr parat haben, 61 % die der Polizei, 52 % die des ärztlichen Notdienstes SAMU, 34 % die des nächsten Krankenhauses und 12 % die von S.O.S. Médecins. Beruhigt?

Kostenerstattung: wie komme ich wieder an mein Geld?

Mitglieder einer Sozialversicherung in einem EU-Land haben hoffentlich an ihr Anspruchsformular E 111 gedacht (formulaire de Sécurité Sociale Internationale E 111) und können sich zu Hause die Kosten erstatten lassen. Allen anderen ist der Abschluß einer privaten Reisekrankenversicherung zu empfehlen. Egal was dann passiert: die Versicherung übernimmt die Verlegungskosten ins Heimatland sowie Ausgaben bei Krankheit und notwendigen Krankenhausaufenthalten.

Kondome: préservez-vous!

Alle französischen Apotheken führen Kondome (préservatifs). Daneben gibt es in Städten hier und da Automaten, meist vor Apotheken, und in öffentlichen Toiletten (Discos, Kneipen, Restaurants, Bahnhöfe). Infos bei AIDES (in Paris und den großen Städten) oder den Sida Info Service, T. 33 (0) 1 44 93 16 16, anrufen.

Apotheken mit Nachtdienst (pharmacies de nuit) in Paris

Einige wenige Apotheken haben 24 Stunden 7 Tage die Woche geöffnet:

  • Pharmacie Les Champs, 84, av. des Champs Elysées, 8. Arr., 01 45 62 02 41, Metro George V,
  • Grande Pharmacie Daumesnil, 6, place Félix Eboué, 12. Arr., 01 43 43 19 03, Metro Daumesnil,
  • Pharmacie européenne, 6, place de Clichy, 9. Arr., 01 48 74 65 18, Metro Place Clichy.

Einige andere mit ungewöhnlich langen Öffnungszeiten:

  • 1. Arr.: Pharmacie des Halles, 10, bd de Sébastopol, 01 42 72 03 23, Mo. - Sa. bis 24 Uhr und So. bis 22 Uhr,
  • 8. Arr.: Pharmacie du Drugstore des Champs-Élysées, 133, av. des Champs-Élysées, 01 47 20 39 25, bis 2 Uhr morgens,
  • 9. Arr.: Pharmacie Internationale, 5 place Pigalle, 01 48 78 38 12, bis 24 Uhr,
  • 11. Arr.: Grande pharmacie de la Nation, 13 place de la Nation, 01 43 73 24 03, bis 24 Uhr,
  • 12. Arr.: Pharmacie Forum Santé, 86, bd Soult, 01 43 43 13 68, bis 2 Uhr morgens,
  • 13. Arr.: Pharmacie Italie Tolbiac, 61, av. d’Italie, 01 44 24 19 72, bis 24 Uhr,
  • 14. Arr.: Pharmacie des Arts, 106, bd du Montparnasse, 01 43 35 44 88, bis 24 Uhr.
  • 15. Arr.: Pharmacie Centrale, 52, rue du Commerce, 01 45 79 75 01, bis 24 Uhr.
  • 16. Arr.: Pharmacie Exelmans, 77, bd Exelmans, 01 46 51 23 92, bis 22 Uhr außer Sonn- und Feiertage.
  • 17. Arr.: Pharmacie des Sports, 2 place du général Koening, 01 45 74 31 10, bis 24 Uhr.
  • 18 .Arr.: Espace conseil, 64, bd de Barbès, 01 46 06 02 61, bis 2 Uhr morgens.
  • 19. Arr.: Pharmacie Battail, 6 rue de Belleville, 01 46 36 67 42, Mo. – Fr. bis 21.30 und Sa. bis 21 Uhr
In dringenden Fällen kann man Medikamente auch zu sich nach Hause liefern lassen: Pharma presto, 01 42 42 42 50, kostet zwischen 39 € und 69€ je nach Uhrzeit und Bestimmungsort

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